Abenteuerspielplatz am Brunnenhof e. V. - Am Brunnnenhof 14 - 22767 Hamburg - Tel: 040 / 310 611 - E-Mail: asp-am-brunnenhof@web.de

Dran geblieben - ein Bauspielplatz im Wandel   

„Richtig was los hier“ ist mein erster Gedanke, als ich gegen 12 Uhr das hier im Viertel nur „Brunnenhof“ genannte Gelände des Bauis betrete. Kurz darauf beobachte ich, wie am Fahrradschuppen einige Jungs Fahrräder und Helme ausgehändigt kriegen. Auf die etwas verschüchtert klingende, wahrscheinlich vom Respekt vor der selbstgewählten Aufgabe zollenden Nachfrage eines Jungen, warum das Fahrrad keine Stützräder habe, erklärt Brunnenhof-Mitarbeiter Goli, dass Fahren ohne Stützräder viel besser ist, als mit. Und los geht’s also: leicht unsicher, aber ohne Stützen. Die Szene beinhaltet Vieles von dem, was das „auf-dem-Baui-Sein“ eben ausmacht: Sich ausprobieren und etwas trauen und zutrauen, sich selbstbestimmt bewegen ohne Netz und doppelten Boden, Risiken selbst einschätzen lernen und: An all dem wachsen.

 

„Einfach machen“ stand am Anfang

Es ist nun schon gut drei Jahrzehnte her, dass eine Gruppe engagierter Ehrenamtlicher den Hinterhofbereich am Brunnenhof zu einem Abenteuerspielplatz machte, im Jahr 2013 feierte der Baui sein 30jähriges Jubiläum. Die Website verrät: „Es fing alles ganz einfach an damals, als 'Hauptquartier' diente ein Bauwagen.“ Seitdem hat sich vieles geändert, sowohl was die bauliche Ausstattung, das Konzept, als auch was das Team betrifft. Der Baui hat sich permanent weiterentwickelt und professionalisiert. Vom Ursprungs-Team ist aber eine der Mitbegründerinnen, Bettina, als ‚Dinosaurierin“ bis heute dabei. Auch das Viertel um den Platz herum hat sich extrem gewandelt: Die Verdrängungsprozesse durch Verwertungs- und Spekulationsinteressen sind schon seit einigen Jahren in vollem Gange, so dass inzwischen eine größere Anzahl Kinder nun aus der mittleren bis höheren Mittelschicht kommt.

 

Kooperation mit Schulen

Schon seit 2005, zu Zeiten, als es noch den pädagogischen Mittagstisch (PäMi) gab, gab es eine Kooperation mit einer Schule im Stadtteil. Die Schulkinder sahen, dass das Essen lecker aussieht und wollten mitessen. Als es dann darauf hinaus lief, dass der PäMi auslaufen sollte, boten sie der Schule an „eine runde Sache draus zu machen“, also dass die Schüler nach der Schule direkt rüberkommen und ein leckeres selbstgekochtes Essen auf dem Baui kriegen. Dadurch haben die Schüler nicht mehr die Hektik beim Essen, weil sie sich direkt danach am Sammelpunkt treffen müssen, sondern sie gehen geschlossen als Klasse auf den Baui. Jeder kann solange essen, bis er fertig ist und sie haben mehr Zeit, um Angebote oder Selbstbestimmtes zu machen. Der Baui kriegt von der Schule das Essensgeld, das die Eltern für den Tag zahlen. Und auch wenn das nicht viel ist, kriegen sie es gerade so hin, dafür die Lebensmittel und Honorargelder für die Mütter aufzubringen, die täglich ein leckeres Essen zubereiten. Manchmal kochen auch die Mitarbeiter selbst. Und weil die Betreuer der Neigungskurse angefragt haben, ob auch sie auf dem Baui essen können, und weil es die gleiche Schule ist, essen die Kinder der Kurse nun eben auch noch mit. Es gibt gute Rückmeldungen zum Essen und die Kinder sind wesentlich entspannter.

Schon vor ca. sechs Jahren war der Baui an die umliegenden Schulen herangetreten, ausgehend von der These, dass die Schulen mit ihren Räumlichkeiten die Kinder nicht den ganzen Tag halten können und mit dem Selbstbewusstsein, das besser zu können. Das wurde zunächst nur zur Kenntnis genommen, als dann aber die erste gebundene Ganztagsschule (GTS) startete, meldete diese sich schon nach wenigen Monaten, um über die Kooperation am Nachmittag zu sprechen. Winnie: „Das ging dann ziemlich holterdiepolter. Die wussten halt auch einfach, dass wir viel klettern, bauen, handwerkeln, kunsthandwerken und so Sachen, die man eben macht auf dem Baui. Irgendetwas machen wir sowieso immer und wer da teilnehmen will, der hat halt da ´n Angebot und viele spielen ja auch einfach.“

Die Parallelwelten des offenen Bereiches und der Schule laufen hier ziemlich reibungslos Hand-in-Hand, scheint es. Für die Schulkinder gilt wie für andere: Alle Angebote stehen allen offen und alle müssen sich miteinander arrangieren. Winnie bezeichnet das augenzwinkernd als „unser Rest offene Arbeit, den man sich dann noch erhält, dass die Kinder wenigstens selbst entscheiden können, was sie machen“. Außerdem gelten auch alle anderen Regeln für alle Kinder. Bei groben Verstößen gegen diese (wie Gewalt oder unsachgemäßer Umgang mit Werkzeugen z.B.) greift, wie bei vielen Einrichtungen, das „Ampelsystem“ mit gelber und roter Karte. Auch bei Schulkindern ist es vereinzelt mal vorgekommen, dass die Ampel auf Rot geschaltet wurde und sie in der nächsten Woche in der Schule bleiben mussten.

 

Wer? Wie? Was?

Mittlerweile kommen rund 200 Schulkinder pro Woche regelmäßig um das offene Angebot zu nutzen. Anfangs holten sie die Kinder an der Schule ab, aber da sich das als nicht gut praktikabel erwies, stellen sie nun die Auflage an die Schulen, die Klassen mit einer Begleitung zu ihnen zu bringen. Am Anfang waren es noch Lehrer, die mit den Kindern gekommen sind und Winnie erinnert sich: „Es war sehr schön zu sehen, wie eine Grundschullehrerin begeistert mit Gummistiefeln mit den Kindern in der Pfütze stand und danach äußerte, das wäre ganzheitlich, weil sie die Kinder ganz anders erleben kann und deshalb super“. Die Kinder mal ganz anders zu erleben als im starren formalen Bildungskontext des Klassenzimmers wäre auch eine gute Gelegenheit für die Verständigung über ein ganzheitliches Bildungsverständnis – leider wurde die Begleitung durch Lehrer aber nicht beibehalten. Nun kommen die Schulkinder immer zusammen mit ihrem Erzieher, der die Klasse aber ebenfalls über den ganzen Tag begleitet und sie deshalb auch gut kennt. Das hat sich so ebenfalls bewährt. Gerade für den Umgang mit den Kindern in schwierigen Situationen findet das Baui-Team es sehr wichtig und hilfreich, dass immer die BetreuerInnen dabei sind, die einen intensiveren Draht zu den Kindern haben.

Alle fünf ersten Klassen einer ca. 600 m entfernten Grundschule sind jeweils einen Tag in der Woche zu Mittagessen und Nachmittagsbetreuung auf dem Baui. Ebenfalls von dieser Schule kommt der wählbare Neigungskurs Baui, der für die 3. und 4. Klassen angeboten wird. Auch sie starten mit dem Mittagessen. Aus einer Sprachheilschule kommt zweimal pro Woche ein Kurs mit 10-15 Kindern aus den 3. und 4. Klassen. Eine weitere Schule nutzt das Angebot ebenfalls zweimal wöchentlich mit Neigungskursen, die von 20-28 Kindern aus den 2.-4. Klassen gewählt werden. Eine Stadtteilschule kommt außerdem einmal die Woche mit 25 Kindern. 

Auch die reguläre Stammnutzerschaft konnte gehalten werden. Es gab zwar zeitweise einen Einbruch, mittlerweile ist die Zahl der regelmäßigen Besucher des offenen Bereichs aber wieder auf dem alten Niveau angelangt. Über die Schulkooperationen werden aber auch neue Besucher gewonnen: Einige der Schulkinder nutzen den Baui auch an den Nachmittagen, sie gehen z.B. mittwochs mit zum Schwimmen. Die Anzahl der Erstklässler hat durch die Kooperationen schon zugenommen, was Winnie gut findet: „Kinder, die wir früher auch schon da gehabt hätten, haben wir jetzt immer noch, plus die Klasse, die da dranhängt.“

 

Nicht austauschbar: Der Bildungsort

Weil eine wesentliche Besonderheit im pädagogischen Konzept eines Bauspielplatzes nun einmal auch in der Bereitstellung eines naturnah gestalteten Areals besteht, das für ein großes Spektrum möglicher Aneignungsformen herhalten kann, hat das Team vom Brunnenhof eine klare Haltung: Für seine Schulkooperationen ist der Baui als pädagogisch wichtiges räumliches Konzeptelement der offenen Arbeit als Bildungsort nicht verhandelbar. Ebenso wenig Kompromissbereitschaft zeigt der Brunnenhof auf den vom GBS-Träger regelmäßig angebotenen Treffen, wenn es mal wieder um die Frage geht, ob sie auch eine Pausenhofbetreuung machen würden.

 

Culture-clash am Mittagstisch

Die Globalrichtlinie für die Offene Kinder- und Jugendarbeit sieht vor, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen den Kooperationspartnern stattfindet, um „gemeinsam abgestimmte Vorhaben zum Vorteil von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und umzusetzen“. Im Alltag des Bildungsganztages sind dafür häufig weder Ressourcen noch Zeiten vorgesehen, so dass strukturell keine Verzahnung zwischen schulischer und außerschulischer Bildung stattfindet. Auf dem Brunnenhof sieht man das gemeinsame Mittagessen mit den Klassen auch deswegen als vorteilhaft an, weil die Fachkräfte von Schulen und Baui dort miteinander ins Gespräch kommen und sich z.B. über einzelne Kinder auch mal austauschen können. Gespräche darüber beispielsweise, dass das Auf-dem-Baui-sein einem Kind gerade total gut tut, das in der Schule sonst nur „aneckt“ und „alles stört“, aber auf dem Baui dasjenige ist, das alle „gebrauchen“ können, weil es hämmern kann und ein Brett durchsägen und sich so auch von der Klasse die Bestätigung holt. Auch die Verständigung über wichtige Bildungsprozesse funktioniert hier also informell im Kleinen. Auf die Frage nach der vielbeschworenen Augenhöhe antwortet er: „Wir sind selbstbewusst genug zu sagen, ‚das was wir tun ist mindestens genauso wichtig‘. Wir kriegen gute Rückmeldungen aus der Schule und der Elternschaft.“

 

Offen auch für Eltern

Der Baui Brunnenhof war schon immer ein Mehrgenerationen-Treffpunkt im Stadtteil und daran haben auch die Schulkooperationen nichts geändert. Wenn die Baui-Mitarbeiter manchmal auf fast konträre Ansichten darüber, wie ein Kind den Nachmittag verbringen soll, stoßen, geschieht das in der Regel nicht auf Seiten der Schule, sondern häufiger bei den Eltern. Ihre grundsätzliche Haltung zu ihren Kindern hat sich nach Winnies Ansicht verändert: Während es früher eher mal vorkam, dass ein Gesellschaftsspiel o.ä. übers Wochenende mitgegeben wurde, um die Familie zum gemeinsamen Spiel anzuregen, ist es heute eher so, dass die Eltern überredet werden müssen, loszulassen, den Platz zu verlassen um ihren Besorgungen nachzugehen und ihr Kind auch einmal alleine spielen zu lassen. Und ihm eine Chance zu geben, Risiken zu beurteilen und Situationen richtig einzuschätzen – das reicht von „ich halt jetzt einfach mal den Mund“ bis zum Erklimmen der Bauten, die durchaus bewusst ohne Geländer und falldämpfende Untergründe sind. Denn wenn alles abgesichert ist, kann sich keine Sensorik für Gefahrenquellen entwickeln (vgl. dazu auch den Beitrag unter dem Titel Öffnet internen Link im aktuellen Fenster"Gefährlicher Baui?" auf dieser Website).

Den Eltern zeigt und erzählt er deshalb gerne, was ihr Kind schon so alles alleine kann. Dabei wirbt er auch immer wieder intensiv für sein Kernanliegen, indem er ihnen erklärt, dass sie ihr Kind stark machen müssen, auch und gerade, wenn sie in diesem Viertel leben wollen. D.h. früh lernen loszulassen und das Kind alleine Wege machen zu lassen. Während sich der Baui früher eher in Abgrenzung zu Schule gesehen hat, gibt es heutzutage das vorherrschende Verständnis, dass er zur schulischen Bildung, die unerlässlich ist, eine wichtige Ergänzung darstellt.

Den Eltern die Qualität und Bedeutung der Baui-Arbeit näher zu bringen, wird aber auf dem Brunnenhof auch noch aus einem anderen Grund für besonders wichtig erachtet: Eltern sind ein nicht zu unterschätzender Einflussfaktor auf Schule. Wenn Eltern sagen, mir ist es wichtig, dass die Kinder raus kommen, ist das gewichtig.

Es freut ihn sichtlich, als er erzählt, dass auch schon mal ein Kind von einer anderen Mutter weinend auf der Straße aufgefunden wurde, dessen Eltern es irgendwo nicht abgeholt hatten und die Mutter es geistesgegenwärtig auf dem Baui vorbei gebracht hat, wissend, dass die Kollegen dort die Telefonnummer der Eltern haben. Die waren über den Anruf dann auch sehr dankbar. Ein großes Ziel ist erreicht, wenn alle Kinder wissen „wenn irgendwas schief geht, und bevor ich mit einem Fremden mitgehe, gehe ich auf den Baui“.

 

Bindung und Verbindlichkeit

Elternarbeit ist und bleibt also ein elementarer Bestandteil des Bauis und das besonders dann, wenn es um deren intensivere Begleitung z.B. im Rahmen sozialräumlicher Angebote und Hilfen geht. Seit 2012 wird der Brunnenhof nicht mehr aus Mitteln der offenen Arbeit, sondern aus dem Programmbudget der „Sozialräumlichen Hilfen und Angebote“ finanziert. Der Baui schreibt in dem Jahr auf seiner Homepage: „Statt offener Baui-Arbeit sollen wir künftig verbindliche Hilfen leisten. Als wenn wir das nicht schon immer getan hätten ...“.

Dadurch, dass sie viele Eltern schon kennen, kommt man leicht miteinander ins Gespräch und kann auch mal vorschlagen, dass ein Kind auch an der Jungsgruppe oder am Schwimmen teilnimmt. Denn oft sind es ja soziale Schwierigkeiten, die Kindern das Lernen schwer machen. Und wer Schwierigkeiten damit hat, sich in Gruppen zu bewegen, hat dies im schulischen Ganztag natürlich nun massiv, wo er sich den gesamten Tag über in der Gruppe auf- und zu ihr verhalten muss. „Da kann der Baui ein bisschen was auffangen“, glaubt Winnie, schon dadurch, dass sie vermitteln, dass es auch noch etwas anderes gibt als Schule und dann eben auch sagen „du bist ein toller Fußballer, Handwerker o.ä.“ oder „du traust dich echt was beim Klettern“.

Das Spektrum der sozialräumlichen Hilfen und Angebote umfasst Beratung und Unterstützung beim Übergang in den Beruf, Jungs- und Mädchengruppe, Erlebnispädagogik als SHA-Angebot auf Nachfrage für Schulklassen und individuelle Beratungs- und Unterstützungsleistungen nach Bedarf, z.B. ein Streitschlichterprojekt auf Anfrage. Bei den Fällen, die vom Jugendamt zugewiesen werden, zeigt die Erfahrung, dass eine verbindliche Unterstützung sehr gut funktionieren kann, wenn sie die Familie schon kennen, aber gar nicht gut bis gar nicht, wenn das nicht der Fall ist, z.B. weil die Familie einfach nicht kommt. Oder nicht bereit ist, Hilfe anzunehmen. Und es gab schon Fälle, die sie ans Jugendamt zurückgeben mussten, weil eine Unterstützung im Rahmen von SHA für die Familie nicht ausgereicht hätte.

Eine wesentliche Gelingensbedingung für intensivere Betreuung und Hilfe ist also nach ihren Erfahrungen eine bereits vorhandene Vertrauensbasis. Deshalb bieten folgerichtig auch alle Mitarbeiter bei Bedarf SHA an, je nachdem, wer die engste Bindung zum Nutzer hat. Für Winnie ist die vorher schon bestehende Bindung auch deshalb so wichtig, weil er dann in der Regel schon einiges Vorwissen hat und die Familie und bearbeitbaren Themen besser einschätzen kann. Er führt an „So z.B., wenn ich weiß, klar, da ist eine massive Alkoholproblematik, aber die kann man später mal angehen, jetzt kümmern wir uns erstmal um die vorrangigen Sachen.“

 

Ressourcen

Weil Bindungen und Vertrauen für eine gute Beziehungsarbeit in der intensiveren Beratung und Begleitung von Familien unabdingbar sind, wäre aus ihrer Sicht eine bessere Finanzierung der sozialräumlichen Infrastruktur die sinnvollere Lösung, als „SHA-Projektitits“, also der Finanzierung durch Programmmittel. Dadurch, dass die verfügbaren Ressourcen außerdem stark durch Schulkooperationen gebunden sind, die nur einmal pro Woche einen Besuchskontakt mit sich bringen, ist der Aufbau intensiverer Beziehungen und Bindungen nicht mehr im gleichen Rahmen wie früher möglich.

Die wöchentliche Teamsitzung wird auch dafür genutzt, Fälle durchzusprechen, um den Raum dafür zu schaffen, wurde sie um eine Stunde verlängert. Außerdem fordern ihnen manche Fälle fachlich und persönlich einiges ab und gehen z.T. auch sehr an die Substanz. Sie wünschen sich in solchen Situationen dringend einen zusätzlichen Termin pro Woche nur für die Fallberatung mit Unterstützung durch externe Supervision. Leider gibt es für derlei qualitätsentwickelnde Maßnahmen keine zusätzlichen Mittel vom Bezirk.

Die Regelfinanzierung ist die letzten Jahre gleich geblieben, bei kontinuierlich steigenden Kosten. Die tatsächlichen Betriebskosten übersteigen die in der Zuwendung angesetzten um mittlerweile 3000,- Euro – die letzte Betriebskostenerhöhung seitens der Behörde ist zwanzig Jahre her. Ebenso werden die Tarifsteigerungsmittel im Doppelhaushalt 2015/2016 nicht refinanziert sondern nur zur Hälfte erstattet. Es ist außerdem noch unklar, was damit ab 2017 sein wird.

Auch wenn die in der Zuwendung ausgewiesenen Mittel in manchen Positionen einen Anstieg verzeichneten, so ist die Gesamtsumme aber nicht gestiegen. Es bleiben also immer weniger Mittel für Material und Personal. Das erfordert u.a. hohe Disziplin bei den Kollegen hinsichtlich der Einhaltung der im Dienstplan angesetzten Stunden. Das Jugendamt hat bereits angemahnt, dass die Kollegen nicht kontinuierlich Mehrarbeit leisten dürfen, da nicht unter Tarif gearbeitet werden darf.

Als ich beim Verlassen des Brunnenhofs das wuselige Außengelände überquere, fallen mir Golis Worte zum Abschiedszeremoniell wieder ein, bei dem alle Kinder einer Klasse sich versammeln und einmal laut „Tschüss, Baui“ über den Platz rufen. Ich muss mich kurz zurückhalten, um es nicht auch so zu machen.